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Systemzuverlässigkeit

 
     
   
besteht in Mensch-Maschine-Systemen aus der technischen und der menschlichen Zuverlässigkeit. Sie kann durch Störfälle beeinträchtigt sein, also durch ein unvorhergesehen eintretendes, zeitlich begrenztes Ereignis in Mensch-Maschine-Systemen (MMS), das zu mehr oder weniger gravierenden Ausfällen, Kollisionen etc. führen kann. Störfälle, die sich primär als Fehlhandlungen eines Operateurs darstellen, werden als Fehler bezeichnet (Human Factors Engineering; Fahrverhaltensbeobachtung). Fehler können freilich auf das Versagen in anderen Systemelementen zurückgehen. Daher ist es auch nicht angängig, im Falle von Handlungsfehlern von “menschlichem Versagen” zu sprechen. Bei der Analyse industrieller MMS ist der Fehlerbegriff mit dem Zuverlässigkeitsbegriff fest verbunden: Zuverlässigkeit bedeutet hier Fehlerfreiheit.

Grundsätzlich lassen sich zwei Strategien im Fehlerbereich unterscheiden : Der Häufigkeitsansatz ist probabilistischer Natur, Fehler werden operational für bestimmte Aufgabentypen definiert und beobachtet. Dann werden Fehlerraten geschätzt (HEP = Human Error Probability) und damit die Systemzuverlässigkeit quantifiziert, was praktisch trotz einer Vielzahl von Verfahren sehr selten gelingt. Die Zuverlässigkeit eines Systems durch die Formel ”1–HEP” zu bestimmen, bleibt daher im allgemeinen hypothetisch. Der kausale Ansatz ist theoriegeleitet und sucht nach Ursachen und Begleitumständen für das Auftreten von Fehlern. Dazu werden Modellvorstellungen bemüht, die zu psychologisch begründeten Fehlertaxonomien führen.

Häufigkeits- und Ursachenansatz.


 
     
 
 
 
     
 
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