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Alterssuizid

 
     
   
Alterssuizid, ein Begriff, mit dem die Vorstellung verbunden ist, es seien alterstypische Merkmale, die zum Suizid im höheren Lebensalter beitragen. Folge von Einsamkeit und Isolation, Tod eines nahen Menschen, Furcht vor Krankheit, Schmerzen, psychische Erkrankung, wirtschaftliche Not, Einengung von Wahrnehmungen und Gefühlen u.a., ein ganzes Bündel von Motiven führen in der Tat zu diesem selbstgewählten Lebensabschluß. Im Gegensatz zur Gesamtbevölkerung mit einer Suizidrate von 20 pro 100 000 Einwohner und Jahr lag nach den Daten von 1988 die Suizidrate der über 65jährigen Bevölkerung fast doppelt so hoch - bei 37,7. Werden die höheren Altersgruppen betrachet, so steigt die Suizidrate bei den über 75jährigen Männern auf 68 und bei den 85-90jährigen Männern auf die Zahl von 85,2 pro 100 000 Einwohnern pro Jahr. Beginnend auf niedrigerem Ausgangsniveau steigt auch die Suizidrate bei Frauen mit zunehmendem Alter in gleicher Weise.

Wie Untersuchungen zeigen, spielen bei älteren Suizidenten zum einen der Zusammenbruch tragender mitmenschlicher Beziehungen eine große Rolle, wie z.B. der Verlust von Angehörigen durch Tod, objektive oder auch nur subjektiv erlebte Vereinsamung und Isolationstendenzen, zum anderen scheint die Chronizität von Erkrankungen mitentscheidend für den letzten Schritt zu sein.

Literatur

Vogel, R. & Wolfersdorf, M. (1989). Bedeutung psychischer bzw. psychotischer Störungen für suizidale Handlungen im Alter. In D. Kleiber & D. Filsinger (Hrsg.), Altern - bewältigen und helfen. Heidelberg: Asanger.
 
     
 
 
 
     
 
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