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Amniozentese

 
     
 
Amniozentese, Punktion der Amnionhöhle (Embryonalhülle) (pränatale Diagnostik), bei der Mehrzahl der schwangeren Frauen auch ohne konkreten Anlaß durchgeführt, bei etwa 98% der Untersuchten ohne pathologischen Befund. (Abb.).

Wie Fallstudien zeigen, führt die anfängliche allgemeine Unsicherheit in der Schwangerschaft, einhergehend mit Stimmungsschwankungen und körperlichen Schwangerschaftssymptomen, zu einer Unsicherheit in der Entscheidung für oder gegen die Amniozentese. Die Entscheidung dafür ist mit erheblichen Ängsten verknüpft, die das Kind und die Mutter betreffen (Angst vor Verletzung des Kindes und dauerhafter Schädigung; Angst vor dem Schmerz und vor einer Fehlgeburt). Die emotionale Angespanntheit bis zur Mitteilung des Befundes weicht einer großen Erleichterung. Erst jetzt - bei einem unauffälligen Befund - ist nach einer langen Zeit der Verunsicherung und Anspannung eine uneingeschränkte Freude auf das Kind und aktive Kontaktaufnahme mit dem Kind möglich. Bis zu diesem Zeitpunkt sind die Schwangeren in ihrem Schwangerschaftserleben eingeschränkt.

Literatur

Willenbríng, M. (1999). Pränatale Diagnostik und die Angst vor einem behinderten Kind. Heidelberg: Asanger.
 
     
 
 
     
 
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