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Bergson

 
     
   
Bergson, Henri, 1859-1941, in Paris geborener Philosoph, der ab 1900 als Professor am Collège de France tätig war. Er promovierte 1889 über den Zusammenhang zwischen Zeit und freiem Willen mit einer Arbeit, die großes Interesse unter Kollegen erweckte. 1921 setzte Bergson seine Lehrtätigkeit aus, um sich politischen und moralisch-religiösen Fragen widmen zu können, bevor ihm 1927 der Nobelpreis für Literatur verliehen wurde. Sein dualistischer Ansatz kontrastiert zwei einander entgegengesetzte Tendenzen: die Lebenskraft und den Widerstand der Materie gegen sie. Seiner Ansicht nach basiert Erkenntnis auf voluntativer Intuition; durch sie werde Wahrheit unmittelbar erkennbar. Mit Hilfe der Intelligenz sei der Mensch lediglich in der Lage, sich Wissen über die tote, anorganische Natur anzueignen, nicht jedoch über das Leben (Lebenskraft und das Wesen der Zeit), das durch kreative Aktivität gekennzeichnet und nur durch Intuition zugänglich sei. Das Individuum in seiner Einzigartigkeit konzipierte Bergson als fließende Entität, die rational nicht erfaßt werden könne. Daher kommt dem logischen Denken in seinen Ausführungen nur eine untergeordnete Bedeutung zu. Der Zeitbegriff ist für Bergson weniger als Maßeinheit bedeutsam, er bringt ihn vielmehr mit zunehmender Lebenserfahrung in Zusammenhang.
 
     
 
 
 
     
 
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