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Deckerinnerung

 
     
   
in der Psychoanalyse die Erinnerung an ein verhältnismäßig unwichtiges Ereignis, meist aus den späteren Kinderjahren, das einem früheren und bedeutsameren Erlebnis ähnelt und die Erinnerung daran zudeckt. Das ursprüngliche Ereignis ist vergessen, weil es verdrängt wurde. Aber der Eindruck daraus dauert fort und tritt in der oft überdeutlichen Erinnerung an das spätere Erlebnis »verdeckt« ins Bewußtsein. Die Assoziation, durch die beide Erlebnisse aneinander gebunden wurden, kann psychoanalytisch zurückverfolgt werden, sodaß hinter der Deckerinnerung wieder der ursprüngliche Eindruck auftaucht. Zum Beispiel erinnerte sich ein Mann an einen Unfall, den er mit sechs Jahren erlitten hatte, und an die Pflege, die er damals von seiner Mutter empfing. Er ging seinen Assoziationen nach und stieß so auf eine schwere Krankheit aus dem vierten Lebensjahr, durch die er zum erstenmal die intensive Liebe seiner Mutter hatte erfahren dürfen.
 
     
 
 
 
     
 
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