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Ersatzbefriedigung

 
     
   
Ausdruck der Psychoanalyse für den Lustgewinn aus der mittelbaren, von ihrem eigentlichen Ziel abgelenkten Befriedigung von Wünschen, die für das Ich untragbar erscheinen. Während der Normale im allgemeinen fähig ist, aus solchen Ersatzbefriedigungen ein tragfähiges Gleichgewicht zu gewinnen, ja sie produktiv zu nutzen, indem er etwa lernt, den Lustgewinn aus einer Sub-limierung aggressiver (Aggression) oder libidinöser (Libido) Wünsche höher einzuschätzen als deren unmittelbare Befriedigung, sind die Ersatzbefriedigungen des neurotisch Kranken (Neurose) in der Regel nicht hinreichend. Hier wird nicht selten das Symptom zur Ersatzbefriedigung. Eine hysterische Lähmung eines Beines macht zum Beispiel zwar die ursprünglich angezielte sexuelle Befriedigung unmöglich, doch gewährt sie der Selbstachtung Schutz und sichert auch die Zuwendung der Umwelt (auch Abwehrmechanismus). So gesehen ist die für Neurosen typische Form der Ersatzbefriedigung der sekundäre Krankheitsgewinn.
 
     
 
 
 
     
 
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