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F-Skala

 
     
 
Abk. für Faschismus-Skala, in mehreren Varianten vorliegend, sollte mit insgesamt 9 Komponenten die autoritäre Persönlichkeit erfassen, wie z.B. Konventionalismus, autoritäre Untertänigkeit, Macht und Härte, Destruktivität und Zynismus. Die F-Skala mißt ein Persönlichkeitssyndrom, das vor allem durch die gleichzeitig vorhandenen Merkmale der autoritären Unterwürfigkeit und Aggression (das "Radfahrerprofil"), eine Abwehr aller Introspektion, stereotypes Denken, eine besondere Neigung zur Projektivität und ein ausgeprägtes Machtdenken charakterisiert ist (Autoritäre Persönlichkeit). Scharfe Kritik wurde an den theoretischen Grundlagen, an der Durchführung der Untersuchung und an den formalen Qualitäten der F-Skala geübt: So erfolgte die Auswahl der Befragten sehr selektiv; sämtliche Skalen führten bei Zustimmung zu einem Item zu einem entsprechend hohen Skalenwert; die empirische Begründung der theoretischen Konzeption ist zirkulär: diejenigen mit starken Vorurteilen sind diejenigen mit einem autoritären Syndrom und diejenigen, die ein autoritäres Syndrom aufweisen, haben starke Vorurteile. Diese Kritik konnte zwar nicht Tausende von empirischen Einzeluntersuchungen und großangelegten Nachuntersuchungen verhindern, dennoch führte die insgesamt uneinheitliche Ergebnislage auf der Basis einer im Kern nie revidierten Theorie zu einem bis Anfang der achtziger Jahre extrem nachlassenden Forschungsinteresse.


 
     
 
 
     
 
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