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Fromm

 
     
   
Erich, 1900-1980, Humanist, Sozialpsychologe und Sozialphilosoph jüdischer Herkunft, wollte zunächst "Schriftgelehrter" werden, bis er Anfang der zwanziger Jahre in Heidelberg über seine Freundin und erste Frau Frieda Reichmann mit der Psychoanalyse in Berührung kam. Er studierte in Frankfurt, München und Heidelberg Soziologie, Philosophie und Psychologie und promovierte mit 22 Jahren bei Alfred Weber. Nach der Ausbildung zum Psychoanalytiker am Berliner psychoanalytischen Institut mit Hanns Sachs als Lehranalytiker war Fromm seit 1930 unter Max Horkheimer am Frankfurter "Institut für Sozialforschung" tätig. Im Jahre 1934 emigrierte er in die USA, nahm die amerikanische Staatsbürgerschaft an, las an verschiedenen Universitäten und arbeitete an dem von Karen Horney geleiteten American Institute for Psychoanalysis als Lehranalytiker. 1949 ging er nach Mexiko-City und übernahm ein Jahr später eine Professur für Psychoanalyse. Als Vertreter der so genannten Neo-Psychoanalyse versuchte der Anhänger von Karl Marx, eine materialistische Begründung der Psychoanalyse zu leisten. Im Gegensatz zu Sigmund Freud sah Fromm die Prägung des Menschen weniger durch Triebhaftigkeit verursacht, als vielmehr durch soziale, und kulturelle Faktoren seiner Umwelt. Seiner Ansicht nach lassen sich bestimmte Persönlichkeitstypen verschiedenen sozioökonomischen Mustern zuordnen, er betrachtete den Menschen als Produkt seiner Kultur. Sein Anliegen war, eine Harmonie zwischen den Trieben des Individuums und der aus Individuen bestehenden Gesellschaft herzustellen.


 
     
 
 
 
     
 
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