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Hauspersonal

 
     
   
hat früher für die Entwicklung des Kindes in der bürgerlichen und bäuerlichen Familie eine recht große Rolle gespielt. Unter bäuerlichen Verhältnissen stand es gleichsam zwischen der Gemeinschaft von Eltern und Kindern und der Außenwelt. In der bürgerlichen Familie standen Kindermädchen, Köchin, Dienstmädchen, seltener Gouvernante, Diener, Hauslehrer den Kindern oft näher als die Eltern. Hier konnten sich Gefühle leichter äußern, und es wurden auch eher Zärtlichkeiten getauscht. Manchmal wurde eine weibliche Hausangestellte für das heranwachsende männliche Kind geradezu zur »Liebeslehrerin«. Sie war so vertraut wie die Mutter, stand aber nicht unter dem Tabu, das der Mutter galt. Für das weibliche Kind bestärkte der intime Umgang mit weiblichem Hauspersonal oft die homosexuellen Tendenzen während der Adoleszenz. Jünglinge höherer Stände, die einen Hauslehrer hatten, banden sich an ihn oft in einer »ideellen« Homosexualität. Die Bindung der Kinder an das Hauspersonal wurde vielfach mit einer entsprechenden Bindung erwidert. In den Südstaaten der USA konnte die Beziehung des »Herren«-Kindes zur schwarzen Amme sogar die Rassenschranke relativieren.
 
     
 
 
 
     
 
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