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Bertalanffy

 
     
   
Bertalanffy, Ludwig von, 1901-1972, Begründer der allgemeinen Systemtheorie, bedeutender Biologe mit Verdiensten in Wissenschaftsphilosophie, Psychologie, Physiologie, Krebsforschung und Biophysik. Er begann seine wissenschaftliche Laufbahn 1918 in Innsbruck und Wien mit Studien zur Kunst und Philosophie. Seiner Dissertation bei Fechner 1926 folgte zwei Jahre später das erste Buch über Entwicklungsbiologie. Er versuchte die Frage zu klären, ob es im Zuge des radikalen Reduktionismus möglich sei, biologische Prinzipien auf die Physik zurückzuführen. Insbesondere verdient seine fächerübergreifende Allgemeine Systemtheorie Beachtung, die rasch Eingang in die Sozialwissenschaften fand (Organismische Psychologie). Er emigrierte 1949 nach Kanada und widmete sich dort vorwiegend der Kognitionspsychologie und der Wissenschaftstheorie. In seiner holistischen Epistemologie (1966) kritisierte er scharf die Maschinenmethapher der Neobehavioristen. Zusammen mit dem Psychologen Royce und dem Philosophen Tenneysen baute er in Edmonton ein Zentrum für theoretische bzw. kognitive Psychologie auf. In dieser Zeit wandte sich von Bertalanffy dem Problem der Vereinzelung zu: Er beschrieb den Zusammenhang zwischen der technologisierten Welt, der Entfernung des Menschen von der Natur und der zwischenmenschlichen Isolation. Seine letzten Jahre verbrachte er an der sozialwissenschaftlichen Fakultät der State University of New York (SUNY), bevor er 1972 nach einer Herzattacke verstarb.
 
     
 
 
 
     
 
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