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Systemtheorie

 
     
   
allgemeine, begründet vom Biologen Ludwig von Bertalanffy, der in den 50er Jahren lebende Organismen als Systeme der Selbststeuerung beschrieben hat. In der Psychologie gelten darüber hinaus die Gestaltpsychologie und die Feldtheorie von Kurt Lewin als Vorläufer systemischen Denkens. Systeme sind von der Umwelt abgrenzbare, strukturierte Ganzheiten, deren Elemente in Wechselwirkungen miteinander stehen. Systemtheorien untersuchen den Aufbau von Systemen, ihre Dynamik und ihr Verhalten im Zeitablauf, wobei zunehmend dem Konzept der Selbstorganisation eine zentrale Rolle zukommt. Es werden verschiedene Systemebenen unterschieden, die ihrerseits in Wechselwirkung miteinander stehen (z.B. Zellsystem, psychisches System, Familiensystem, Rechtssystem). Je nach Fragestellung und Analyseebene wurden in verschiedenen Wissenschaften unterschiedliche Systemtheorien mit je spezifischen Begrifflichkeiten und Modellannahmen entwickelt. In der Psychologie spielt systemisches Denken vor allem auf den Gebieten der Familienpsychologie und -therapie (Familie, Psychotherapie, Systemische Therapie), der Arbeits- und Organisationspsychologie und der Ökologischen Psychologie (Umweltpsychologie) eine wichtige Rolle. Auf gesellschaftlicher Ebene ist insbesondere die Systemtheorie von Niklas Luhmann von Bedeutung. Verwandte Denkrichtungen sind der Radikale Konstruktivismus, die Kybernetik und die Chaostheorie.

Literatur

Luhmann, N. (1997). Die Gesellschaft der Gesellschaft. Frankfurt a.M.: Suhrkamp.


 
     
 
 
 
     
 
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