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Interaktionsstile

 
     
   
auch: Kommunikationsstile; typische Interaktionsmuster bzw. die Arten und Weisen, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, zu sprechen und die Beziehung zu gestalten. Mit jedem Stil verbinden sich bestimmte innere Verfassungen (in der Terminologie der Transaktionsanalyse sog. Ich-Zustände), ein "Gemisch" aus Bedürfnissen, Stimmungen und Absichten. Die Stile schließen einander nicht aus, sondern fließen zusammen und ergeben ein für die Person bzw. die Situation jeweils charakteristisches Gemisch. Nach F. Schulz von Thun lassen sich unterscheiden:

- der bedürftig-abhängige Stil: sich selbst als hilflos darstellen und dem anderen das Gefühl geben, er müsse einspringen und helfen;

- der helfende Stil: der geduldige, souveräne Zuhörer und Ratgeber, der sich für die Schwachen einsetzt und ihnen mit Rat zur Seite steht;

- der selbst-lose Stil: erspürt Wünsche und Nöte der anderen mit einer aufopfernden Tendenz und gleichzeitigem Gefühl der eigenen Wertlosigkeit;

- der aggressiv-entwertende Stil: neigt dazu, beim anderen das Fehlerhafte oder Schändliche zu entdecken und entsprechend abwertend zu behandeln;

- der sich beweisende Stil: betreibt Selbstwertsicherung nicht durch Herabsetzung der anderen, sondern durch besondere Anstrengung, sich selbst als kompetent und immer ins rechte Licht zu setzen;

- der bestimmend-kontrollierende Stil: tendiert dazu, die Dinge so zu lenken und zu korrigieren, daß sie unter seiner Kontrolle bleiben und dadurch ihren "rechten" Fortgang nehmen;

- der sich distanzierende Stil: tendiert zu förmlicher und unpersönlicher Art des sich Distanzierens, mit ausgeprägter Orientierung auf die sachlichen Aspekte eines Gesprächs;

- der mitteilungsfreudig-dramatisierende Stil: genießt es, vom Publikum umringt zu sein und es in seinen Bann zu ziehen.

Literatur

Schulz von Thun, F. (1998). Miteinander reden. Stile, Werte und Persönlichkeitsentwicklung. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt.


 
     
 
 
 
     
 
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