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Kafka

 
     
 
Gustav, 1883-1953, Philosoph und Psychologe. Studium der Rechtswissenschaften, Psychologie und Philosophie (u. a. in Göttingen bei G. E. Müller und E. Husserl sowie in Leipzig bei W. Wundt), 1906 Promotion in Leipzig bei W. Wundt mit einer Arbeit Über das Ansteigen der Tonregelung. 1910 Habilitation für Psychologie in München bei E. Becher mit der Arbeit Versuch einer kritischen Darstellung der neueren Anschauungen über das Ichproblem. 1915 Ernennung zum außerordentlichen Professor in München. Als Reserveoffizier 1914-1918 im Kriegsdienst. Mit G. Révez richtete er psychologische und psychotechnische Dienste bei den österreichisch-ungarischen Armeen ein. 1919 Fortsetzung seiner Lehrtätigkeit in München. 1923-1934 Professor der Philosophie, Psychologie und Pädagogik an der Technischen Hochschule Dresden (als Nachfolger K. Bühlers), 1929 Gastprofessor an der Johns Hopkins University in Baltimore, USA. Nachdem Kafka 1933 aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Psychologie (DGfPs) ausgetreten war und 1934 auf eigenen Wunsch vorzeitig emeritiert wurde, lebte er bis 1947 als Privatgelehrter in Dresden. 1947-1952 war er Professor der Philosophie und Psychologie in Würzburg (als Nachfolger O. Külpes und K. Marbes) und 1951-1953 Vorsitzender der DGfPs. 1922 gab er in 3 Bänden das Handbuch der vergleichenden Psychologie heraus. Kafka sah als methodische Voraussetzung der Psychologie eine philosophische Rückbesinnung auf das Wesen des Seelischen. Er befaßte sich insbesondere mit Entwicklungs- und vergleichender Psychologie.

Literatur

Wehner, E. G. (1964). Gustav Kafka. Ein Beitrag zur Geschichte der Psychologie. Würzburg: o. V.


 
     
 
 
     
 
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