A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Mayo

 
     
   
Elton, 1880–1949, in Australien geborener Psychologe und Soziologe, gilt als Mitbegründer der amerikanischen Arbeits-, Betriebs- und Industriepsychologie. Von 1919 bis 1923 war er als Dozent an der Universität von Queensland tätig, ging danach in die Vereinigten Staaten und lehrte an der Universität von Pennsylvania. Von 1926 bis 1947 war er Professor für Industrieforschung an der Harvard Graduate School of Business Administration. Mayo vertrat die Ansicht, daß Arbeiter um so unzufriedener seien, je größer und und unpersönlicher die Firma sei, bei der sie beschäftigt sind. Um die Arbeiter motivational an die Firma zu binden, sei es nötig, die Arbeitsplätze so zu organisieren, daß jeder einzelne das Gefühl habe, einer kleinen Arbeitsgruppe, die zur Steigerung der Produktivität zusammenarbeitet, verpflichtet zu sein und von ihr akzeptiert zu werden. Mit seinem Namen ist der sog. Hawthorne-Effekt verbunden. 1927 bis 1932 führte er mit seinen Mitarbeitern in den Hawthorne-Werken in Chicago arbeitspsychologische Untersuchungen zur Motivation und Produktivität durch. Auf Grund von Befragungen, physiologischen und psychologischen Messungen kam er zu dem Ergebnis, daß das soziale Klima in einem Betrieb wichtiger sei als äußere Faktoren wie Arbeitsplatzbeschaffenheit, Beleuchtung, Pausen usw. Der Hawthorne-Effekt besagt, daß Zuwendung und Aufmerksamkeit wichtiger ist als die Veränderung äußerer Bedingungen. Heutzutage geht man allerdings davon aus, daß die Untersuchungsbedingungen und die Interpretationen der Hawthorne-Untersuchungen fehlerhaft waren.


 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Maxwellsche Scheiben
MBHI
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Prägnanztendenz | Hemianopsie | Augenbewegungen
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon