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Messung

 
     
 
beinhaltet eine Interaktion zwischen dem Meßinstrument und dem zu messenden Gegenstand. Das Resultat ist die Anzeige eines Meßwertes am Meßinstrument. In der Regel geht man davon aus, daß vom Objekt eine Wirkung auf das Instrument ausgeübt wird, aber es findet auch eine Wirkung des Instrumentes auf den zu messenden Gegenstand bzw. auf Personen oder deren Eigenschaften statt (Meßfehler). Es gilt Heisenbergs sogenannte Unschärferelation: Messen ist ein theoriegeleiteter, modellabhängiger Eingriff in ein System, bei dem die empirische Präzisierung eines Untersuchungsaspekts nur um den Preis zunehmender Unschärfe anderer Variablen möglich ist – die Methode verändert den Gegenstand, beide sind nicht voneinander unabhängig (Experiment)..Messen beruht auf einer homomorphen (strukturerhaltenden) Abbildung eines empirischen Relativs in ein numerisches Relativ. Man unterscheidet fundamentale Messung und abgeleitete Messung. Kennzeichnend für erstere ist die direkte Zuordnung von Zahlen zu Objekten, wie bei Längen von Brettern, Masse, Volumen: diese Eigenschaften können nicht auf andere Eigenschaften zurückgeführt werden. Als abgeleitet meßbare Eigenschaften bezeichnet man Eigenschaften, die z.B. durch Naturgesetze auf anderen Eigenschaften beruhen, so beruht Dichte (d) auf Masse (m) und Volumen (v): d = m/v. In den Sozialwissenschaften kann auf fundamentale Messungen nicht zurückgegriffen werden.

Literatur

Orth, B. (1974). Einführung in die Theorie des Messens. Stuttgart: Kohlhammer.


 
     
 
 
     
 
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