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personale Positionsfindung

 
     
   
phänomenologische Methode der Existenzanalyse zur Behandlung von Passivierungsgefühlen bei Angst, Depression, generalisierenden Annahmen usw. Die Aktivierung der Person und Festigung ihres Willens (Willensstärkungsmethode) geschieht über das Beziehen von Stellungnahmen, wodurch die Methode zu den primär stützenden Verfahren zählt. Als Vorläuferin der Personalen Existenzanalyse teilt sie mit ihr eine formale Analogie, stellt aber inhaltlich eine Ausgestaltung ihres 2. Schrittes (authentische Restrukturierung) dar. Die Schritte im einzelnen (z.B. bei einem ängstlichen Gefühl: man könnte nicht ernst genommen werden; bei einem depressiven Gefühl: weil “alle anderen besser” sind bleibe ich zu Hause):

Schritt 1 – Position nach außen: “fest-stellen”, was real der Fall ist (“Stimmt es?” - “Woran sehe ich das?” - “Was kann real passieren?”). Die Realitätsprüfung führt zu Abgrenzung, situativer Entflechtung eingebrachter Emotionalität und Schutz.

Schritt 2 – Position nach innen: “sich ein-stellen” auf die eigenen Kräfte/Fähigkeiten und Selbst-Distanzierung von den eigenen Ansprüchen (“Könnte ich das Negative noch einmal aushalten?”). Führt zur inneren Freigabe.

Schritt 3 – Position zum Positiven: “sich dazu-stellen” zum Wert, um den es einem in der Situation geht (authentische Motivation, Selbst-Transzendenz) mit Fragen wie: “Um was geht es mir eigentlich? - Was ist mir wichtig? - Was will ich?”. Führt zur Stärkung der personalen Intentionalität. Schritt 3 deckt sich weitgehend mit Frankls Dereflexion.

Literatur

Längle, A. (1997). Die personale Positionsfindung (PP) in der Angsttherapie. In Hofmann et al. (Hrsg), Klinische Psychotherapie. Wien/New York: Springer.


 
     
 
 
 
     
 
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