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Scheidungskinder

 
     
   
Kinder und Jugendliche, die das traumatische Erlebnis der Trennung ihrer Eltern erlebt haben. Kurzfristige Folgen sind oft Aggression, Wut, Trauer, Verwirrung, Depression. Langfristige Folgen sind z. B. Minderwertigkeitskomplexe, Mißtrauen gegenüber anderen, Angst vor Verantwortung usw. und können erst nach Jahren zutagetreten, wenn die Kinder als Erwachsene versuchen, intime Beziehungen einzugehen. Scheidungskinder sind im statistischen Vergleich gegenüber Kindern aus ungeschiedenen Ehen beeinträchtigt: Selbstsicherheit, Lebensfreude und -kraft sind geringer, sie sind anfälliger für körperliche und seelische Störungen und weisen – später – gegenüber Kindern aus ungeschiedenen Ehen eine um 80% erhöhte Scheidungsrate auf. Sie sind häufiger depressiv, fühlen sich weniger mit dem Leben zufrieden, sind im Schnitt weniger gut ausgebildet und haben weniger angesehene Berufe. Nicht nur die Scheidung selbst wirkt traumatisierend. Die Kinder haben ihr Leben bis zur Scheidung in einer konfliktreichen Atmosphäre verbracht: Ihnen fehlen Geborgenheit und Vertrauen. Mit der Trennung werden sie von einem Teil der Familie abgeschnitten, manchmal verlieren sie einen ganzen Familienzweig und/oder werden mit einem komplexen Geflecht von neuen Beziehungen konfrontiert, dem sich Kinder aus Familien, die zusammenbleiben, nicht zu stellen haben. Viele Scheidungskinder geben sich zudem selbst die Schuld, daß ihre Eltern sich scheiden ließen. (Scheidungsfamilien, Familie).


 
     
 
 
 
     
 
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