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Schema-Modelle

 
     
   
beschreiben, in welcher Weise die uns zur Verfügung stehenden Wissenstatbestände in unserem Gedächtnis abgespeichert werden. Eine relativ weitverbreitete Vorstellung, wie diese mentalen Repräsentationen abgespeichert, wie sie strukturiert und konstruiert und wie sie abgerufen und modifiziert werden können, geht davon aus, daß sie in Form von Schemata aufgebaut sind (Schema) (Smith, 1998). Auch wenn Schemata im allgemeinen sehr änderungsresistent sind, kann es dann, wenn die schema-inkonsistenten Informationen besonders bedeutsam sind, dazu kommen, daß Schemata verändert werden. Eine andere Strategie, die schema-inkonsistenten Informationen zu berücksichtigen, ohne das globale Schema verändern zu müssen, besteht in der Bildung sogenannter Subkategorien. So werden schematische Repräsentationen von Personen oder Gruppen nicht nur in Form sehr globaler sozialer Kategorien abgespeichert (wie z.B. die kognitive Repräsentation der Kategorie ”Mann”), sondern auch in differenzierterer Weise in Form von Subkategorien (wie z.B. ”Macho”, ”Softie” oder ”Playboy”).

Kritisiert wird an den Schema-Modellen vor allem a) ihre nicht sehr präzise Beschreibung der beteiligten Strukturen und Prozesse, b) fehlende Aussagen über den Erwerb von Schemata, abgesehen von globalen Verweisen auf den Einfluß von Sozialisation und c) der relativ große Umfang der Schemata, die nicht erklären können, wie Personen normalerweise Informationen in völlig neuartiger Weise miteinander verknüpfen können.

Literatur

Smith, E.R. (1998). Mental representation and memory. In D.T. Gilbert, S.T. Fiske & G. Lindzey (Eds.). The Handbook of Social Psychology (Vol. I, pp. 391-445). Boston, MA: McGraw-Hill.


 
     
 
 
 
     
 
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