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Stottern

 
     
   
Störung des Redeflusses, oft mitten im Wort, wobei oft einzelne Laute oder Worte mehrfach wiederholt werden. Diese Sprachhemmung ist beinahe immer rein seelisch bedingt. Sie kann als Scheu davor aufgefaßt werden, sich vorzudrängen, sich auszusprechen, sich zu blamieren oder sich zu verraten. Bei Kindern folgt eine Periode des Stotterns manchmal den ungezogenen Sprachspielen, die ihnen erlaubt hatten, unanständige Ausdrücke wie versehentlich zu benutzen, so wenn sie »Po-po-lizei« oder »a-a-artig« sagten. Später vereinigen sich Lust und Verbot zu dem neurotischen Symptom des unfreiwilligen, leidvollen Stotterns. Wenn man einen Stotterer auslacht oder bestraft, verstärkt man nur seine Unsicherheit; nun stottert er auch aus Angst vor dem Stottern. Schwere und dauerhafte Störungen dieser Art lassen sich nur durch besondere Sprachschulen beheben, die teils mit den Mitteln der Verhaltenstherapie (Behaviorismus), teils auch tiefen-psychologisch vorgehen.Störungen des zusammenhängenden Redeflusses, der von krampfartigen Erscheinungen in den Sprechorganen unterbrochen wird. Die Ursache liegt in der Regel (neben einer erblichen Neigung) in einer kindlichen r* Neurose. Alle Maßnahmen, welche die Aufmerksamkeit auf den Sprechvorgang steigern, sind zu vermeiden, da sich dadurch das Stottern verschlimmert. Die Sprachtherapie, der sich Stotterer unterziehen können, konzentriert sich vor allem auf Entspannung, auf Atemübungen und die Bearbeitung der zugrundeliegenden seelischen Konflikte. Wenn ein Kind für das Stottern bestraft wird (wodurch sich das Stottern, das nun ängstlich vermieden werden soll, noch weiter verschlimmert), oder wenn man es deswegen verspottet, können noch weitere neurotische Erscheinungen auftreten.
 
     
 
 
 
     
 
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