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Tierkreiszeichen

 
     
   
die zwölf Sternbilder, die die Sonne im Laufe des Jahres zu durchlaufen scheint. Früher glaubte man, daß der Stand der Sterne den regelmäßigen Zeitwandel nicht nur anzeigt, sondern auch das Schicksal der Menschen beherrscht. Aus der Sternkonstellation im Augenblick der Geburt meinte man sowohl den Charakter des Einzelnen erkennen als auch seinen Lebenslauf voraussagen zu können. Die Vorstellungen der Astrologie beruhen weitgehend auf der äußeren Form der Sterngruppen, in die man das Bild eines Widders, eines Stiers, einer Jungfrau usw. hineinsah. Dann ordnete man den Menschen, die unter dem jeweiligen Sternzeichen geboren waren, die Eigenschaften zu, die dem Bilde entsprachen. Doch soweit es sich dabei nicht um Prophetie oder Mantik handelte, sondern um Charakterkunde, müssen bei dieser Zuordnung auch Erfahrungen mit der menschlichen Realität mitgespielt haben. So ergibt sich aus der Lehre von den Tierkreiszeichen eine Typo logie, die durchaus eine erste grobe Beurteilung der zugehörigen Charaktere erlaubt. Für jeden Typ wird eine Kombination von Eigenschaften genannt, die bei den Typ-Angehörigen auffallend häufig sind, obwohl man sie bei keinem Einzelnen alle antrifft, und kein Einzelner nur durch diese Eigenschaften bestimmt wird. Wie in jeder anderen Typologie bietet die der Tierkreiszeichen immer nur ein unscharfes, aber ein ähnliches Bild. Die relative Treffsicherheit von Charakter-Aussagen auf Grund der Geburt in einem der Tierkreiszeichen ist erfahrbar und begründet noch keinen magischen oder mystischen Glauben. Man erklärt sich den Zusammenhang heute oft mit dem Einfluß des Klimas in der jeweiligen Jahreszeit auf die Umwelt, in die das neugeborene Kind eintritt. Aus der Astrologie ist eine »Kosmobiologie« geworden.
 
     
 
 
 
     
 
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