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Unfallpsychologie

 
     
   
auch: Sicherheitspsychologie, seit Beginn des 19. Jahrhunderts die psychologische Forschung, die sich relativ intensiv damit beschäftigt, den Hergang von Unfällen zu beschreiben und die meist komplexen Ursachen ausfindig zu machen sowie die Wahrscheinlichkeit von Unfällen vorherzusagen und Unfallursachen zu beheben . Mit der Hinwendung zu präventiven Ansätzen und zur Sicherheitsforschung ist der Begriff “Unfallpsychologie” zugunsten von “Sicherheitspsychologie” in den Hintergrund getreten. Die Fragestellung lautet nun: Wie lassen sich durch Antizipieren der Gefahren und durch kompensatorisches Handeln in gefährlichen Situationen Unfälle oder kritische Situationen vermeiden und somit die Sicherheit erhöhen?

Auf den einzelnen bezogene Interventionen zielen darauf ab, mit Werbung, Schulungen, Anreizsystemen und persönlichen Schutzausrüstungen die Wahrnehmung für Gefährdungen zu sensibilisieren (Gefahrenkognition), das Wissen über Gefahren und Bewältigungsverhalten sowie die Motivation zu sicherheits- und gesundheitsgerechtem Verhalten zu erhöhen, das angestrebte Verhalten zu trainieren (Training) und dauerhaft zu automatisieren sowie dafür zu sorgen, daß in gefahrenexponierten Situationen die Schutzausrüstungen (z. B. Schutzschuhe, Sicherheitsgurte) getragen werden. Dabei müssen systemorientierte Maßnahmen zur Vermeidung von Gefährdungen gegenüber individuellen Maßnahmen zum Schutz vor negativen Konsequenzen eine klare Priorität einnehmen, um nicht über kurz oder lang wirkungslos zu verpuffen (Systemsicherheit).


 
     
 
 
 
     
 
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