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Vitamin-Modell

 
     
   
Theorie zur Wirkung von Arbeitslosigkeit von P. B. Warr. Er lehnt sich damit an Jahoda an, übernimmt aber nicht die Unterscheidung zwischen manifesten und latenten Faktoren und die scharfe Trennung zwischen der Situation der Erwerbstätigkeit und der Situation der Arbeitslosigkeit. Er nennt – in Analogie zur notwendigen Versorgung des Körpers mit Vitaminen – neun Kontextfaktoren, die – in geeigneter Dosierung – die psychische Gesundheit erwerbstätiger wie arbeitsloser Menschen stützen sollen. 1) Möglichkeit zur Kontrolle der eigenen Lebensbedingungen, 2) Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln und anzuwenden, 3) externe Zielvorgaben, die aktivierend und motivierend wirken, 4) Abwechslung und die Chance, neue Erfahrungen zu machen, 5) Vorhersehbarkeit und Durchschaubarkeit von Ereignissen, 6) Verfügbarkeit ausreichender finanzieller Ressourcen, 7) physische Sicherheit, 8) soziale Kontakte, 9) eine soziale Position, die Selbstachtung und Anerkennung durch andere begünstigt. Für Warr gibt es – je nach Ausprägung der genannten Dimensionen – “gute” und “schlechte” Arbeitsplätze ebenso wie “gute” und “schlechte” Arbeitslosigkeit.


 
     
 
 
 
     
 
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