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Alzheimer

 
     
   
Alzheimer, Alois, 1864-1915, aus Nordbayern stammender Neuropathologe und klinischer Psychologe, der in Berlin, Tübingen und Würzburg studierte (dort Dissertation 1887). Den Wunsch, Forschung mit klinischer Praxis zu verbinden, konnte Alzheimer als Assistent Emil Kraepelins in München verwirklichen, wo er am Aufbau eines Labors für Hirnforschung beteiligt war. Nach zahlreichen Publikationen zur Pathologie des Gehirns berichtete er 1906 anhand der Kasuistik einer Frau mittleren Alters über eine damals ungewöhnliche corticale Erkrankung, die mit dem Verlust des Gedächtnisses, Desorientierung, Halluzinationen und einem frühen Tod einhergehe. Kraepelin benannte dieses Erscheinungsbild als Alzheimersche Erkrankung. Alzheimer verstarb früh an den Folgen einer verschleppten Erkältung, die er sich auf der Reise an die Universität Breslau (1913), an der er einen psychologischen Lehrstuhl einnehmen sollte, zugezogen hatte. Zahlreiche internationale Organisationen (z.B. Alzheimer Disease International, ADI) haben sich heute zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität betroffener Menschen und ihrer Angehörigen so erträglich wie möglich zu gestalten.
 
     
 
 
 
     
 
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