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Augenbewegungen

 
     
   
Augenbewegungen, sind als psychophysiologische Funktionen interessant, weil sie die Steuerung der unwillkürlichen und willkürlichen visuellen Informationsaufnahme sowie der Aktivierung erkennen lassen (Lidschlag, Listingsches Gesetz). Änderung der Augenposition erfolgt zu unterschiedlichem Zweck und mit unterschiedlichem Verlauf. 1) Fixation - genau genommen natürlich keine Bewegung - und Gerichtetsein des Auges auf ein Objekt und daraus resultierende Miniaturbewegungen oder Mikro-Sakkaden (autokinetischer Effekt). 2) sakkadische Bewegungen (Sakkaden): schnelle, ruckartige, abtastende Augenbewegungen, von einem Objekt zum anderen, mit schnellen Sprüngen von einer Fixation zur anderen. 3) Folgebewegungen (Nachführbewegungen, tracking): langsame kontinuierliche Bewegungen, um die Fixation bei bewegtem Reiz oder Kopf aufrechterhalten zu können; das Bild des fixierten Objekts bleibt bei der Augenbewegung statisch; Einstellung des okularen Systems auf das Fließen der umgebenden optischen Anordnung, während sich der Betrachter fortbewegt. 4) Konvergenz und Divergenz (Vergenz): langsame Bewegungen der Augen relativ zueinander (Schnittpunkt der Blicklinien unmittelbar vor den Augen = Konvergenz), dienen der Verlagerung des Fixationspunktes in der Tiefe oder der Aufrechterhaltung der Fixation eines in der Tiefe bewegten Objekts. 5) Nystagmus: Alternieren von Sakkaden und Folgebewegungen; bei langsamer Bewegung wird ein Objekt verfolgt, z. B. beim Blick aus einem Eisenbahnfenster, bei der schnellen Bewegung erfolgt eine Beschleunigungsreizung (in den Bogengängen des Innenohrs) und eine neue Fixation. 6) Schnelle Augenbewegungen im Schlaf (rapid eye movements: REM-Schlaf).

Literatur

Pinel, J. P. J. (1997). Biopsychologie. Heidelberg: Spektrum.
 
     
 
 
 
     
 
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