A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Borderline

 
     
   
«Grenzlinie» (engl.), in der Psychiatrie Diagnose für schwerwiegende IVrsönlichkcitsstörungen, welche vor allem die Fähigkeit zu stabilen Gefühlsbeziehungen erheblich beeinträchtigen, aber nur selten eine Einweisung in eine Klinik notwendig machen. Nach der psychoanalytischen Theorie kann die Borderline-Persönlichkeit nur mit Hilfe eines primitiven, strengen Über-Ich die schwache Ausbildung ihrer Ich-Struktur ausgleichen. Nahestehende Menschen werden bald wie Erlöser idealisiert, bald wütend verfolgt oder fallengelassen. Es scheint der Borderline-Persönlichkeit oft unmöglich, Vorteile und Nachteile ihrer Handlungen, gerade in intimen Beziehungen, durch Nachdenken vorwegzunehmen und zum Beispiel positive und negative Seiten eines Menschen zusammen wahrzunehmen. Der Realitätsverlust ist aber, anders als in der Psychose, nur teilweise. Oft sind Borderline-Persönlichkeitcn dort, wo keine stärkeren Gefühle ausgelöst werden (zum Beispiel im Arbeitsbereich), gut angepaßt, können aber ihr Privatleben nicht gestalten.
 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
BÖP
Borderline-Persönlichkeits-Inventar
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Security- Aspiration-Theorie | Nuttin | Fischgrätenmodell
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon