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Ermüdung

 
     
   
Folgeerscheinung einer vorausgegangenen psychophysischen Beanspruchung der Organismus-Funktionen und gleichzeitig die Voraussetzung für den langfristigen strukturellen Aufbau bzw. Erhalt dieser Funktionen. Würden die Organe (Muskeln, Gehirn, Nervensystem) nicht beansprucht werden, würden sie zum einen ihre Funktionsfähigkeit verlieren. Zum anderen setzt Beanspruchung die momentane Funktionsfähigkeit immer auch herab, wie die Ermüdung als Schutzhemmung der Leistungsbereitschaft zeigt. Je nachdem, ob die Ermüdung in Zusammenhang mit körperlicher oder geistiger Arbeit steht, lassen sich unterschiedliche Störungen aufzeigen. a) körperliche Arbeit: In der früheren Ermüdungsforschung, u.a. von A. Mosso, standen Änderungen der Muskelkraft im Vordergrund des Interesses. Es ließ sich zeigen, daß die Kraft eines dynamisch beanspruchten Muskels als Funktion der Belastungshöhe und der Belastungsdauer abfällt. Die Leistung der Skelettmuskulatur nimmt nach Überschreitung der individuellen Dauerleistungsgrenze (Bereich der ermüdungsfreien Arbeit) bei konstanter Arbeitschwere umso mehr ab, je länger die Periode ununterbrochener Arbeit andauert. Dementsprechend lassen sich Schlußfolgerungen über den notwendigen Bedarf an Arbeitspausen ziehen. b) geistige Arbeit und mentale Beanspruchung: Auch hier darf man davon ausgehen, daß bei konstantem Arbeitsinhalt die Leistung umso mehr abfällt, je länger die Arbeitsperiode währt. Hohe psychophysische Belastung bewirkt darüber hinaus nicht nur zeitvariable Modifikationen biologischer und mentaler Funktionen, sondern ändert auch die emotionale Stabilität.


 
     
 
 
 
     
 
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