A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
 
 

 

 

 

 

Ohr

 
     
   
Sinnesorgan zur Wahrnehmung von Schallwellen und zur Gleichgewichtsorientierung . Das Ohr besteht aus 1) dem äußerem Ohr: Ohrmuschel und äußerer Gehörgang bis zum Trommelfell, 2) dem Mittelohr, ein kleiner luftgefüllter Hohlraum, der zwischen Außenohr und Innenohr liegt und die drei Gehörknöchelchen (Hammer, Amboß, Steigbügel) enthält, 3) dem Innenohr, das die flüssigkeitsgefüllte Cochlea (Schnecke) enthält. In der Cochlea befindet sich das Corti-Organ, das die äußeren und inneren Haarzellen enthält. Im Innenohr befindet sich auch das Gleichgewichtsorgan. Der Schall gelangt durch den äußeren Gehörgang zum Trommelfell, das den Schalldruck auf die Gehörknöchelchen überträgt. Die Gehörknöchelchen verstärken die Schwingungen etwa um den Faktor 22. Das Schallsignal tritt über die Membran des ovalen Fensters in das flüssigkeitsgefüllte Innenohr ein, wo der Schall entlang der Cochlea frequenzabhängig aufgespreizt und durch die äußeren Haarzellen verstärkt wird. Das verstärkte Signal reizt die inneren Haarzellen, die den Reiz in ein Sensorpotential umwandeln, das wiederum im Hörnerv ein Aktionspotential auslöst. Es folgt eine Verkettung neuronaler Erregungen über den Hirnstamm und die Hörbahn bis zum auditorischen Cortex im Temporallappen (auditive Wahrnehmung).

Literatur

Zenner, H.-P. (1995). Hören. In R. F. Schmidt (Hrsg.), Neuro- und Sinnesphysiologie. Heidelberg: Springer.

Goldstein, E. B. (1997). Wahrnehmungspsychologie. Eine Einführung. Heidelberg: Spektrum Akademischer Verlag.
 
     
 
 
 
     
 
<< vorhergehender Begriff
nächster Begriff >>
Ohnmacht
Ohrgeräusche
 
     
     
 

 

 
     

 

   
  Weitere Begriffe : Fokalkonflikt | Schwänzeltanz | BRT
PSYCHOLOGY48 | ÜBERBLICK | THEMEN | DAS PROJEKT | SUCHE | RECHTLICHE HINWEISE | IMPRESSUM
Copyright © 2017 All rights reserved. Psychologielexikon