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Opiate

 
     
   
Morphin, Heroin, Kodein; werden in der Regel wegen der höheren Wirksamkeit – zumindest bei längerem Konsum – injiziert. Rohopium wird auch geraucht oder gegessen, Heroin auch geschnupft. Ihre Wirkung besteht in einer anfänglich sehr starken, schockartigen Euphorisierung und Steigerung des Körpergefühls (flash), die schon nach kurzer Zeit in ein Gefühl der Entspannung, der Mattigkeit (feeling) übergeht, beim Heroin auch verbunden mit Größenvorstellungen (man fühlt sich ”heroisch”). Psychische Folgen bestehen in einer erheblichen Verringerung der Leistungsfähigkeit und des Antriebs. Aktivitäten richten sich nach kürzester Zeit nur noch auf die Erreichung des Suchtstoffes. Körperliche Folgen sind neben der schon nach kurzer Gewöhnung bestehenden Abhängigkeit, Magen-, Kreislauf-und Leberbeschwerden sowie Störungen der Verdauung und der Sexualität. Der ebenfalls eintretende Zahnverfall ist keine unmittelbare Folge des Drogenkonsums, sondern der damit einhergehenden Ernährungs- und Pflegemängel. Die beim Abhängigen täglich eintretenden Entzugserscheinungen und ihre Bekämpfung durch neue Drogengaben führen zur Unfähigkeit, das ursprünglich gesuchte ”feeling” zu empfinden. Soziale Folgen sind identisch mit denen des ”drop-out", der schlagartig aus Lebenszusammenhängen wie Familie, Ausbildung, Beruf usw. herausfällt. Alle Lebensfunktionen sind auf die Befriedigung der Sucht ausgerichtet, für die soziale Umgebung wird der Heroinabhängige ein Fremder (Psychopharmakologie)


 
     
 
 
 
     
 
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