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Pflegekinder

 
     
   
Kinder, die (vorübergehend) nicht von ihren leiblichen Eltern aufgezogen werden. Pflegekinder standen lange Zeit im Mittelpunkt der psychologischen Forschung, da sich bei Adoptionsstudien über die Entwicklung der Intelligenz herausstellte, daß leibliche Geschwister untereinander ähnlicher sind als Geschwister und ihre Adoptivgeschwister. Aus der Zwillingsforschung, v.a. bei Zwillingen, die getrennt in Pflegefamilien aufwachsen, werden weitreichende Schlüsse in der Anlage-Umwelt-Kontroverse gezogen (Verhaltensgenetik). Zwar beeinflussen Umwelt- und Erziehungsmethoden der Pflegeeltern die Kinder, aber auch die Merkmale der leiblichen Eltern sind nicht von untergeordneter Bedeutung. Auch aus anderer Sicht sind Pflegekinder psychologisch interessant: a) Ein Teil der Pflegekinder stammt aus "broken families" (Gewalt, Mißhandlung von Kindern, sexueller Mißbrauch). b) Der Aufenthalt in Pflegefamilien ist für die Kinder mit Streß verbunden: Trennung von der Ursprungsfamilie, Fremdheit in der neuen sozialen Umgebung und die Angst, eventuell doch wieder in die Ursprungsfamilie zurückkehren zu müssen.


 
     
 
 
 
     
 
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