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Streß

 
     
 
starke körperliche oder seelische Belastung, besonders wenn sie lange andauert oder sich häufig wiederholt. Solche gesteigerten Anforderungen werden gestellt hinsichtlich beruflicher Leistung oder sonst im Wettbewerb, durch Krankheit und jede andere Art Krisis, durch krassen Wandel der Lebenssituation, aber auch durch ständige äußere Unruhe, durch Lärm oder andere Reizüberflutung. In Streß-Situationen werden zunächst zusätzliche Kräfte mobilisiert, nämlich vermehrt Hormone ausgeschüttet. Die so gesteigerte Spannung wird sogar als angenehm, als belebender Reiz empfunden. Aber die Spannung müßte alsbald auch wieder abgebaut werden. Der Erwartung müßte eine Befriedigung folgen. Krank macht der Streß, wenn er zu Frustrationen (Enttäuschungen) führt, oder aber wenn er nicht nachläßt bzw. immer wieder eintritt, ehe auf die vorige Anspannung eine Zeit der Ruhe und Erholung gefolgt ist. Ständiger Streß führt zu einer Anpassung (Adaption), die in drei Phasen verläuft: Auf die Alarmreaktion folgen Widerstandsversuche, am Ende aber überschießende Aktivität oder Erschöpfung. Viele psychosomatische Krankheiten sind Streß-bedingt. Das Zeitsymptom Streß ist aber nicht allein von den Anforderungen zu äußerer Leistung und von der Belastung durch äußere Reize her zu verstehen, sondern mindestens ebensosehr aus den Erfahrungen der inneren Enttäuschung und dem Mangel an Befriedigung und Befriedung.Körperliche und seelische Reaktion auf äußere oder innere Reize, die als anregend oder belastend empfunden werden. Ein einfaches Beispiel: Die trockene Hitze der Sauna ist zweifellos ein Streß für unseren Organismus. Zehn Minuten oder eine Viertelstunde lang wird sie als wohltuend und anregend empfunden. Wenn jemand aber zwei Stunden in der Sauna ausharren müßte, kann sein Kreislauf unter dieser Belastung zusammenbrechen. Den Zustand, in dem belastende Reize als angenehm empfunden werden, nennt man Eustress; den Zustand der Überlastung Distress. Körperliche Streß-Reize oder Stressoren sind etwa Hitze, Kälte, Infektionen, Hunger, Vergiftungen, Verletzungen. Seelische Stressoren sind viel zahlreicher, zum Beispiel Leben in einer schlechten Ehe, Prüfungsangst, berufliche Schwierigkeiten, Arbeitslosigkeit, der Tod Angehöriger. Der Mensch verfügt über körperliche wie seelische Reserven, die er in solchen Streß-Situationen einsetzen kann, um sein Gleichgewicht aufrechtzuerhalten. Sind diese Reserven erschöpft, kann es zu einem plötzlichen Zusammenbruch kommen.
 
     
 
 
     
 
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