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räumliches Hören

 
     
   
die Wahrnehmung der räumlichen Lage einer Schallquelle. Die räumlichen Merkmale des Schalles werden in zeitliche Merkmale umkodiert. Die Ohrmuscheln wirken dabei wie Filter, die die Schallsignale durch Reflexion, Beugung, Interferenz und Resonanz linear verzerren. Die klassische Theorie von Stevens und Newmann besagt, das binaurale Hörsystem verwende unterschiedliche Informationen bei hoch- und tieffrequenten Tönen. Bei tieffrequenten Schallen wird die Laufzeitdifferenz (zeitliche Differenz) genutzt, mit der ein Schall das rechte und das linke Ohr erreicht. Intensitätsdifferenzen nutzt das Gehör, wenn die Wellenlänge des Schalles im Vergleich zum Kopf klein ist, also bei hochfrequenten Tönen. Dabei bildet der Kopf ein Hindernis für die Schallwellen, und an der abgewandten Kopfseite bildet sich ein Schallschatten. Dies läßt sich jedoch nur bei reinen Sinustönen gut nachweisen. Bei komplexen Alltagsschallen werden zusätzlich Unterschiede in den spektralen Komponenten des Schalles interpretiert. Die Lokalisation einer Schallquelle durch das monaurale Hören ist gegenüber dem binauralen Hören erheblich eingeschränkt..Das Richtungshören wird hierbei durch Kopfbewegungen unterstützt (Hören, Lärm).

Literatur

Hellbrück, J. (1993). Hören. Physiologie, Psychologie und Pathologie. Göttingen: Hogrefe.


 
     
 
 
 
     
 
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