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Sozialisationsbedingungen familiäre

 
     
   
umfassen den Einfluß der Familie auf die Entwicklung von Überzeugungen, Einstellungen und Verhaltenstendenzen. Aussagen über familiäre Sozialisationswirkungen werden aus der Übereinstimmung zwischen den Generationen abgeleitet. Die empirischen Befunde ergeben folgendes Bild: 1) Für soziale Wertvorstellungen, politische und religiöse Haltungen finden sich nur mäßige Übereinstimmungen zwischen einem Elternteil und den jugendlichen Kindern. 2) Jugendliche nehmen die Einstellungen ihrer Eltern verzerrt wahr: Deren Konservativität wird überschätzt – möglicherweise, um die eigene Identität zu betonen. 3) In den meisten Untersuchungen scheint die Mutter bei religiösen und politischen Haltungen einen größeren Einfluß als der Vater zu haben. Einheitliche Effekte im Sinne einer stärkeren Identifikation mit dem gleichgeschlechtlichen Elternteil lassen sich dagegen nicht nachweisen. 4) Die Übereinstimmungen zwischen den Generationen hängen auch von der Konfession und vom Geschlecht der Jugendlichen ab, wobei diese Effekte wiederum themenspezifisch sind. 5) Die Übereinstimmung religiöser Überzeugungen und sozialer Werte zwischen den Generationen ist umso größer, je ausgeprägter die Glaubensorientierung der Eltern ist, je mehr religiöser Druck ausgeübt und je mehr über Religion gesprochen wird (allerdings nur bei Mädchen), je größer die Übereinstimmung mit den Einstellungen der Eltern generell ist, je einheitlicher die Einstellungen der Eltern sind, wobei der letztgenannte Effekt auch für politische Haltungen nachgewiesen wurde, und je jünger die Eltern sind.


 
     
 
 
 
     
 
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