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Themenzentrierte Interaktion

 
     
   
Abk. TZI, gruppendynamisches Verfahren, das von Ruth Cohn nicht als therapeutische Intervention, sondern als Anleitung zum lebendigen Lernen in Gruppen entwickelt wurde. Fünf Prinzipien kennzeichnen TZI: die Betonung des “Hier und Jetzt”, Authentizität, Partnerschaft der Gruppenleiter, Einbezug des Körpers und das Schaffen vertrauensvoller Situationen, die Veränderungen ermöglichen. Dies ist nur möglich, wenn drei Axiome berücksichtigt werden: 1) Der Mensch wird als zugleich autonom und abhängig verstanden. Je mehr er sich der Interdependenzen bewußt ist, desto autonomer ist er zugleich. 2) Respekt vor allem Lebendigen ist notwendig für Wachstum (Autonomie). Humanes ist wertvoll, Inhumanes ist wertbedrohend. 3) Freie Entscheidungen sind innerhalb bedingender Grenzen möglich. Erweiterung dieser Grenzen ist durch persönliches Wachstum möglich. Daraus ergeben sich Forderungen: a) Menschen sind aufgefordert, selbstbestimmt und selbstverantwortet zu leben. b) Störungen und Betroffenheit müssen als erstes gelöst werden, da sie Wachstum und Entfaltung verhindern (Konflikt).

TZI enthält vier Faktoren, die als Eckpunkte eines Dreiecks (ICH, WIR, ES) in einer Kugel (GLOBE) liegen und sich in einem dynamischen Gleichgewicht befinden müssen, damit lebendiges Lernen möglich wird: ICH = Person, WIR = Gruppe, ES = das gemeinsame Thema, GLOBE = das gemeinsame Umfeld. Dazu bedarf es Hilfsregeln (die Sinne zu schärfen, aufmerksam werden für Gefühle, Forderung nach klarem Ausdruck, Vermeiden des Interpretierens des Verhaltens anderer Personen). Ziel ist die Förderung eines demokratischen Miteinanders, in dem Verantwortung für sich und die Gruppe übernommen wird (Kommunikation).

Literatur

Matzdorf, P. & Cohn, R. C. (1983). Themenzentrierte Interaktion. In R. Corsini, Handbuch der Psychotherapie (Bd. 2). Weinheim: Beltz.


 
     
 
 
 
     
 
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