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Verhaltensmodifikation

 
     
   
Interventionsmethode, die sich auf alle Versuche bezieht, Verhalten zu verändern – gestützt auf die Ergebnisse und Methoden der psychologischen Verhaltensforschung. Ausgehend von den Erkenntnissen der Lerntheorien konzentrierte man sich früher auf beobachtbares Verhalten, emotionales und kognitives Erleben wurde dagegen nicht berücksichtigt (Lernen, Kognition, Emotion). In den letzten Jahrzehnten werden aber auch kognitive und emotionale Prozesse berücksichtigt. Theoriegeleitete und lösungsorientierte Verhaltensmodifikation ermöglicht die Veränderung von Verhalten durch eine Prozeßorientierung in fünf Schritten: a) Problembestimmung und Problemformulierung, b) Problemanalyse, c) Bestimmung und Formulierung des erwünschten Verhaltens, d) Planung und Durchführung der Modifikation sowie e) Prüfung des Erfolgs und gegebenenfalls Neubestimmung des Problems. In diesem Sinne kann jegliche Form erzieherischer Intervention als Verhaltensmodifikation verstanden werden, wobei den grundlegenden Formen des Lernens (z.B. Modellernen) große Bedeutung zukommt. Verhaltensmodifikation wird heute in ganz verschiedenen Bereichen angewandt: Die Verhaltenstherapie hat sich in den letzten Jahrzehnten als eine der Basisansätze therapeutischer Intervention in der Klinischen Psychologie und Psychotherapie entwickelt. Auch in der Erziehung werden im Rahmen von Erzieher-/Lehrertrainings lerntheoretische Erkenntnisse verwertet. Eine wachsende Bedeutung kommt der Verhaltensmodifikation im Bereich der Verhaltensmedizin und Gesundheitsvorsorge (z.B. der Drogenprävention) zu.


 
     
 
 
 
     
 
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