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Vygotski

 
     
   
Lew Semjonowitsch, 1896–1934, russischer Psychologe, Begründer der kulturhistorischen Schule. Zunächst Literaturkritiker und Lehrer, später Forschungsassistent und Professor am Institut für Experimentelle Psychologie der Moskauer Staatsuniversität. Vygotski suchte auf der Grundlage des dialektischen Materialismus Bewußtsein und Verhalten in ihrem Zusammenhang zu erforschen. Er vertrat die Auffassung, daß die Spezifik komplexer psychischer Prozesse in ihrer Vermitteltheit durch Werkzeuge, die gesellschaftlichen Charakter haben, liegt. Dabei sind für ihn Werkzeuge nicht nur materielle Mittel, sondern vor allem auch die Sprache. In seiner bekannten Aufsatzsammlung Denken und Sprechen (1974, Original 1934) entwirft er ein allgemeines Entwicklungskonzept, in dessen Zentrum die Aneignung der Sprache als bestimmender Faktor kindlicher Entwicklung steht. Vygotski befaßte sich mit der sogenannten Defektologie und setzte sich für die soziale Integration und Partizipation behinderter Kinder ein.

Literatur

Papadopoulos, D. (1999). Lew S. Wygotski: Werk und Wirkung. Frankfurt am Main: Campus.


 
     
 
 
 
     
 
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