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Wolff

 
     
   
Charlotte, 1897–1986, deutsch-britische Psychiaterin. 1928 Promotion in Medizin an der Universität Berlin. 1928–1933 angestellte Sozialmedizinerin der Ambulatorien der Krankenkassen in Berlin. 1933 Festnahme und Flucht nach Paris, 1936 Emigration nach Großbritannien. 1936–1952 freie Tätigkeit in der psychologischen Beratung, als Schriftstellerin und Ärztin. 1952–1967 private psychotherapeutische Praxis in London. Wolff befaßte sich zunächst mit Studien über medizinische und psychologische Diagnostik der menschlichen Hand (The Human Hand, 1942; The Hand in Psychological Diagnosis, 1951) und entwarf eine Theorie der menschlichen Gestik (A Psychology of Gesture, 1942). Bekannt wurde sie durch ihre sexualwissenschaftlichen Studien zu Homo- und Bisexualität. Neben einer empirischen Studie über lesbische Frauen (Love between Women, 1971) erregte insbesondere ihre Untersuchung über Bisexualität Aufmerksamkeit (Bisexuality, 1977). Sie vertritt darin die Auffassung, daß Menschen von Geburt an bisexuell sind und daß eine heterosexuelle Lebensweise durch gesellschaftliche Sanktionen erzwungen wird. Kurz vor ihrem Tod veröffentlichte sie ein Portrait des Berliner Sexualwissenschaftlers Magnus Hirschfeld (1986).

Literatur

Wolff, C. (1980). Hindsight. London: Quartet Books.


 
     
 
 
 
     
 
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