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Borderline-Persönlichkeitsstörung

 
     
   
Borderline-Persönlichkeitsstörung, auch: Borderline-Syndrom. 1) Begriff für die zwischen Neurose und Psychose liegenden Störungen, die seit der Arbeit von R. P. Knight (1935) als eigenständiges Krankheitsbild anerkannt sind (ICD-10, International Classification of Disorders); vorher wurde der Borderline-Kranke meist als "ziemlich krank, aber nicht offen psychotisch" beschrieben. Vor allem die folgenden Symptome treten in Kombination bei der Borderline-Störung auf: a) chronische, frei flottierende Angst, b) multiple Phobien, c) Zwangssymptome (Zwangsstörungen), d) multiple Konversionsstörungen, e) Bewußtseinsstörungen, f) Depression und ohnmächtige Wut, f) polymorph-perverse Sexualität (Sexualtrieb), g) vorübergehender Verlust der Impulskontrolle. Die zentrale Schwierigkeit von Menschen mit einer Borderline-Persönlichkeitsorganisation besteht aus genetisch-dynamisher Sicht in einer Tendenz, von starken Affekten regelrecht "überschwemmt" zu werden. Nach wie vor sind sich allerdings die Experten noch nicht einig, wie das Syndrom exakt zu definieren ist. 2) Bezeichnung für überdauernde Beeinträchtigungen des Selbstbildes. Wichtige Merkmale sind: ausgeprägte Stimmungsschwankungen, instabile zwischenmenschliche Beziehungen, chronisches Gefühl der Langeweile, Impulsivität (beim Geldausgeben, Autorasen, Einkaufen bzw. Stehlen).
 
     
 
 
 
     
 
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