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Dynamische Psychologie

 
     
   
Gegenüber der statischen, an Ordnungen von Vorstellungen interessierten Assoziations-psychologic (Assoziation) wendet sich die dynamische Psychologic den Kräften hinter dem innerscelischen Geschehen und dem offenbar werdenden Verhalten zu, der Frage also nach den Beweggründen (Bedürfnis, Motiv, Trieb) des menschlichen Lebens, welche bisher die Dichter und Schriftsteller weit genauer aufzuspüren wußten als die akademischen Psychologen. Psychologie wird nicht mehr als Reihe innerer Zustände, sondern als Ausdruck eines inneren Kräftespiels verstanden, wobei vor allem S.Freuds Gegenüberstellung von Ich-Trieben und Sexualtrieben (später von Ich und Es) für die dynamische Auffassung wichtig wurde. Traumdeutung und Psychoanalyse von Neurosen zeigten, daß der bisher nur von Dichtern geschilderte innere Kampf («Zwei Seelen kämpfen, ach, in meiner Brust») sehr wohl Gegenstand wissenschaftlicher Forschung werden kann. Auch die r» Gestaltpsychologie, vor allem die Feldtheorie K. Lewins, hat dynamische Gesichtspunkte einbezogen. Sie wies darauf hin, daß auch in der früheren Domäne der Assoziationspsychologie, der Theorie der Wahrnehmung, durchaus dynamische Gesichtspunkte miteinbezogen werden müssen. Wahrnehmung ist kein passives Geschehen, sondern ein aktiver Verarbeitungsprozeß. Aus einer Anwendung dieser Gesichtspunkte auf das Geschehen in kleinen Gruppen ergab sich die von K. Lewin entwickelte Gruppendynamik.
 
     
 
 
 
     
 
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