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Farben

 
     
   
beeinflußen auf mancherlei Weise unsere Stimmung. Das beruht nicht nur auf der Wellenlänge des Lichtes, der sie jeweils entsprechen, oder auf dem eigentümlichen Bau unseres Auges. Es hat auch sehr viel mit den Assoziationen zu tun, die sich an die eine oder andere Farbe geheftet haben: So scheint Grün Hoffnung auszustrahlen, weil es an das Grün des Frühlings erinnert. Rot mahnt uns ans Blut, an Aggression und Sexualität, überhaupt an jede Leidenschaft. Oft sind Farben mit bestimmten typischen Erfahrungen verbunden. Wenn etwa Mischfarben wie Braun und Gelb auf jemand abstoßend wirken, mag das auf eine unbewußte Erinnerung an Körperausscheidungen zurückgehen. Besonders stark werden Farben in einem klaren Kontrast zu anderen empfunden. Menschen mit einem gedämpften Temperament mögen gedeckte Farben vorziehen, andere neigen den grellen Tönen zu. Überhaupt ist das Farbempfinden stark individuell bestimmt. Diese Unterschiede hat man in psychologischen Farben Testen zur Charakter-Diagnose benutzt. Am bekanntesten ist wohl der LüscherTest, der u. a. von einem Ehe-Vermittlungsinstitut im Rahmen eines Fragebogens als Unterlage zur Einschätzung der Ehekandidaten eingesetzt wird. Indem man die Farben bezeichnet, die man am angenehmsten und am unangenehmsten empfindet, stellt man einen Teil des eigenen Wesens dar. Wie tief solche Aufschlüsse reichen, ist allerdings fraglich. Farbwirkungen, die für viele Menschen typisch sind, spielen bei der Ausgestaltung von Gemeinschaftsräumen, beim Angebot neuer Kleidermoden und in der Werbung eine große Rolle. Ihr Einfluß ist gerade deshalb groß, weil er unbewußt wirkt.
 
     
 
 
 
     
 
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