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Lersch

 
     
   
Philipp, 1898-1972, deutscher Persönlichkeits- und Ausdruckspsychologe. 1922 Promotion in Literaturwissenschaft, 1922-1925 Studium der Psychologie und Philosophie in München, 1925-1933 Heerespsychologe, 1929 Habilitation an der Technischen Hochschule Dresden, dort 1929-1936 Assistent und 1936-1937 Professor für Psychologie und Philosophie, 1937-1939 Professor für Psychologie in Breslau, 1939-1942 in Leipzig und 1942-1966 in München. Lersch befaßte sich mit Charakterologie, Ausdruckspsychologie und Persönlichkeitspsychologie. In Gesicht und Seele (1932) formulierte er eine Psychologie des mimischen Ausdrucks, indem er zahlreiche Filmaufnahmen aus seiner heerespsychologischen Praxis auswertete. Ausgehend von den Arbeiten von L. Klages entwickelte er in seinem Hauptwerk Der Aufbau des Charakters (1938, ab der 4. Aufl. 1951 unter dem Titel Aufbau der Person erschienen) ein deskriptives Modell der menschlichen Persönlichkeit, das sich aus drei vertikalen Schichten zusammensetzt: Dem Lebensgrund (somatische Strukturen und Prozesse), dem endothymen Grund (Affekte, Gefühle, Stimmungen) und als oberster Schicht dem personellen Oberbau (Wollen und Denken). In späteren Arbeiten beschäftigte sich Lersch mit philosophischer Anthropologie (Der Mensch in der Gegenwart, 1947; Der Mensch als Schnittpunkt, 1969) und Sozialpsychologie (Der Mensch als soziales Wesen, 1964).


 
     
 
 
 
     
 
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