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Massenmedien

 
     
   
Mittel zur Verbreitung von Informationen, Meinungen und Vorstellungen an ein unbegrenzt großes und im Grunde unbekanntes Publikum. Sie sind eigentlich keine Kommunikations-Mittel, denn ihre Wirkung ist im wesentlichen eine Einbahnstraße. Ihre Voraussetzung ist die moderne Technik – der Film, der Hörfunk, das Fernsehen, die Massenherstellung von Zeitungen, Zeitschriften, Büchern, Schallplatten usw. Der Umfang der Produktion, ihr Abstand von einem ungegliederten Publikum bestimmen weitgehend den Inhalt der Mitteilungen und ihre Form. Man bringt, was bei vielen ankommt, was fast jeder versteht, und was möglichst niemanden zum Protest reizt. Deshalb ist es im allgemeinen wichtiger, Gefühle zu erwecken, als Einsichten zu vermitteln. Informationen werden meist so mit Emotionen gekoppelt, daß sich »Meldung« kaum noch von »Meinung« unterscheiden läßt. Es geht weniger darum, bei der ganzen Gesellschaft in allen ihren Schichten den gleichen Informationsstand herzustellen, als darum, bei allen die gleiche Stimmung zu schaffen. Das erreichen die Massenmedien umso leichter, als ihr Publikum die Mitteilungen mehr oder weniger passiv, beim Rundfunk und Fernsehen sogar ohne jede eigene Anstrengung, aufnehmen kann. Doch die unaufhörliche Flut solcher Mitteilungen mindert den Eindruck der einzelnen Aufnahme, und erst eine ständige Wiederholung gleichartiger Formeln (Klischees) macht wirklich »Stimmung«. Es liegt an der Bereitschaft und Fähigkeit zur Kritik bei den einzelnen Empfängern, ob sie sich durch die Massenmedien wirklich in die Masse einebnen lassen.
 
     
 
 
 
     
 
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