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Parsons

 
     
   
Talcott, 1902–1979, amerikanischer Soziologe und Sozialpsychologe. Talcott Parsons gilt als einer der bedeutendsten sozialwissenschaftlichen Theoretiker der letzten Jahrzehnte. Während seines Studiums der Völkerkunde in London (1924-1925) und der Wirtschaftswissenschaften in Heidelberg, wo er 1927 promovierte, wurde Parsons, der zunächst Mediziner und Biologe werden wollte, stark von dem Ethnologen Bronislaw Malinowski und dem Soziologen Max Weber beeinflußt. 1944 ging er an die Harvard University in Cambridge, Massachusetts, wo er eine Professur in Soziologie erhielt. In Boston ließ er sich in der Psychoanalyse ausbilden. Sein wichtigstes Ziel sah Parsons darin, eine allgemein gültige Theorie gesellschaftlichen Handelns zu erarbeiten. Die Gesellschaft betrachtete er als einen sich selbst regulierenden, autonomen Organismus mit bestimmten Mechanismen, die die Aufrechterhaltung der sozialen Ordnung regulieren. Jedes Mitglied der Gesellschaft erfüllt einen bestimmten Zweck und alles Tun ist auf ein Ziel hin ausgerichtet. Das Individuum muß dabei Entscheidungen treffen zwischen unterschiedlichen gesellschaftlich vorgegebenen Normen und sich auf alternative Handlungsmöglichkeiten einstellen. Das soziale System ist eine Ebene des Handlungssystems “Gesellschaft”. Weitere Ebenen (Systeme), die untereinander in Wechselwirkung stehen und miteinander vereinbar sein müssen, sind die Persönlichkeit, die Kultur und das organisch-physische System.


 
     
 
 
 
     
 
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