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Präferenz-Paradigma

 
     
   
eine klassische Forschungsmethode der Kunstpsychologie, die Präferenzurteile hinsichtlich verschiedener Vorlagen abgeben läßt. Zu diesem Zweck werden etwa Grafiken unterschiedlicher Übersichtlichkeit bzw. Komplexität zur Wahl gestellt. In der Umweltästhetik wird mit photographischen Abbildungen unterschiedlicher Typen von Landschaft und räumlichen Situationen gearbeitet. Die Ergebnisse solcher Untersuchungen dienen als Kriterium für Theorien unterschiedlicher Reichweite. So geht man bis heute in entsprechenden Versuchsreihen der Frage nach, ob Teilung im ’goldenen Schnitt’ tatsächlich eine hervorgehobene ästhetische Wirkung habe. Auch die weiterreichenden informationsästhetischen und evolutionspsychologischen Theoreme ästhetischer Wirkung werden von Studien nach diesem Muster flankiert. Wegen der verwendeten Vorlagen wird gegen diese Forschungsstrategie der Vorwurf des Reduktionismus bzw. einer mangelnden ’ökologischen Validität’ ins Feld geführt. Weiter stellt sich die Frage, ob breite Akzeptanz mit ästhetischer Qualität gleichgesetzt werden kann (Kitsch). Bei der Interpretation von derart erzielten Befunden ist nicht zuletzt zu berücksichtigen, daß “gefällt mir besser” nicht bedeuten muß “spricht mich an”.


 
     
 
 
 
     
 
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