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Repression

 
     
   
Unterdrückung, vor allem der Triebbedürfnisse des Einzelnen im Interesse der Gemeinschaft. Jede Erziehung ist zum Teil Repression, auch wenn sie den Ungehorsam nicht mit Strafe bedroht, sondern nur mit Liebesentzug. Eingedämmt werden einerseits gewisse Tendenzen der Sexualität, soweit sie der Einordnung in die Gemeinschaft entgegenstehen, so mindestens die Neigung zum Inzest, im Extremfall aber alles, was nicht der Fortpflanzung in der Ehe dienen kann (»Unzucht«). Hier ist das Gegenteil zur Repression die Regression, der Rückfall in eine ungerichtete, »polymorph-perverse« Anlage. Andererseits wird die Aggression eingeschränkt, die sich dabei zum Teil nach innen wendet. Über das Maß der Unterdrückung hinaus, das unvermeidlich ist, um das Zusammenleben zu sichern und Leistung zu ermöglichen, wird oft eine zusätzliche Repression geübt, die den Herrschenden die Macht bewahren soll, indem sie die Beherrschten im Zustand der Unsicherheit, Unfreiheit und Gehorsamkeit erhält.Verdrängung; wurde ursprünglich als englische Übersetzung diese Ausdrucks der Psychoanalyse verwendet und dann als Fremdwort wiedereingeführt, vor allem in der Adjektivform (repressiv). Dabei wird der Begriff oft in einer erweiterten Bedeutung gebraucht: Während die Verdrängung das Verschwinden eines Motivs aus dem Bewußtsein bedeutet, als ob dieses nie dagewesen wäre, werden Repression und repressiv («repressive Erziehung», «gesellschaftliche Repression») besonders verwendet, um die bewußte Unterdrückung bestimmter Motive zu kennzeichnen.

Repressive Entsublimierung
 
     
 
 
 
     
 
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Repression-Sensitization
 
     
     
 

 

 
     

 

   
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