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Russische Psychologie

 
     
   
relativ eigenständige Ausrichtung der Psychologie in der ehemaligen Sowjetunion, eine auf dem historischen und dialektischen Materialismus basierende Psychologie, die sich aufgrund einer anderen intellektuellen, politischen und ökonomischen Umgebung entwickelt hat. Bekannt ist die Objektive Psychologie, z.B. die Reflexologie, die v.a. von V. M. Bechterew und J. P. Pawlow ausgearbeitet wurde (Behaviorismus). Eine bedeutende Rolle spielten auch die Arbeiten von E. N. Sokolow, der eine Vielzahl von Untersuchungen über den Orientierungsreflex durchführte (Orientierungsreaktion, Habituation). Die Arbeiten von Lew S. Vygotsky, die Weiterentwicklungen durch A. N. Leontjew oder die Theorie von S. L. Rubinstein haben einige der Grundsteine für die heutige Vielfalt der Handlungspsychologie gelegt. Rubinstein hat auf der Grundlage marxistischer Gesellschaftstheorie die Bedeutung zielgerichteter Tätigkeit des handelnden Menschen im gesellschaftlichen Leben herausgestellt. Diese Gedanken wurden erst in den 70er Jahren von Winfried Hacker (Dresden) und Walter Volpert (West-Berlin) in direkten Bezug zu Miller, Galanter und Pribram als Modell der hierarchisch-sequentiellen Handlungsregulation formalisiert und auf berufliche Tätigkeit angewandt (Handlungsregulation, Arbeits- und Organsiationspsychologie).


 
     
 
 
 
     
 
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