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Typenlehre

 
     
   
Versuche, wichtige Gruppenunterschiede in einem Bild zusammenzufassen, welches das Bezeichnende (Typische) enthält. In der Psychologie gilt das vor allem für Unterschiede zwischen Persönlichkeiten. Die Einteilung der Temperamente in der Antike (sanguinisch, cholerisch, phlegmatisch , melancholisch) ist ein Beispiel für eine solche Typenlehre oder Typologie. Modernere Typologien stammen von CG. lung (extravertierte und introvertierte Menschen, das heißt Personen, die ihre seelische Energie vorwiegend auf die Außenwelt richten, und andere, die sich vorwiegend auf ihre innerseelischen Vorgänge konzentrieren) und E. Kretschmer (Konstitutionstypen). Die Zuordnung eines bisher unbekannten Menschen zu einem bestimmten Typus ermöglicht eine erste Ordnung der Eindrücke und kann die Ängste und Spannungen erleichtern, die mit einer gänzlich neuen Situation verbunden sind. Die Beliebtheit von Typenlehren - etwa auch der astrologischen Typen «Stiermann sucht Waagefrau» - erklärt sich nicht zuletzt daraus. Genauere psychologische Forschung hat aber gezeigt, daß der «reine» Typus sehr selten ist. Bei den meisten Typenlehren handelt es sich um extreme Ausprägungen von Eigenschaften oder ganzen Eigenschaftsbündeln, die in Wirklichkeit meist gemischt auftreten, so daß der Voraussagewert von Typenlehren in Wirklichkeit nicht besonders groß ist.
 
     
 
 
 
     
 
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