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Vorbewußt

 
     
   
ist nach Freud ein Bereich von Vorgängen und Eindrücken, die wir nicht ausdrücklich wahr nehmen, sowie von Erinnerungen, die zur Zeit nicht unmittelbar bereitliegen. Die bewußten Inhalte unterscheiden sich von ihnen etwa wie die Gegenstände, die in einem Laden ausgestellt sind, von denen, die im Lager dahinter liegen und leicht herbeigeholt werden können. Das Vorbewußte ist nicht »verdrängt«. Um bewußt zu werden, braucht es keinen großen Widerstand zu überwinden. Wenn verdrängte Inhalte an die Oberfläche steigen, wie etwa im Traum, kommen sie uns fremd, ja unverständlich vor; wenn wir uns eben noch Vorbewußtes bewußt machen, unterscheidet es sich nicht wesentlich von dem, was immer schon bewußt war. Das vorbewußte Denken läuft jedoch schneller ab; es ist nicht demselben Maß an Zweifel und Kritik ausgesetzt wie die bewußte Intelligenz. Während das Es, also das Triebleben, unbewußt bleibt und das Über-Ich zwischen Bewußtsein und Unbewußtsein liegt, arbeitet das Ich als die Instanz, die sich vor allem mit der äußeren Realität auseinanderzusetzen hat, weithin vorbewußt und ist damit zugleich bewußtseinsfähig.
 
     
 
 
 
     
 
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