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Äquilibration

 
     
   
Äquilibration, nach J. Piaget der entscheidende Prozeß, in dem alle Elemente der Entwicklung zusammengefaßt sind. Die Äquilibration integriert und reguliert die drei anderen Hauptfaktorn der Enwicklung: körperliche Reifung, Erfahrungen mit der psyikalischen Welt und Einflüsse des sozialen Umfeldes. Das Äquilibrations-Konzept ist eines der wichtigsten Konzpte in Piagets Entwickungstheorie, gleichzeitig aber auch kompliziert und schwer zu fassen. Um den Prozeß der Äqilibration zu veranschaulichen, zieht Piaget die Aufgabe heran, die ein Kind bewältigen muß, um die Invarianz von Mengen beherrschen zu lernen. Demnach sind beim Umschütten einer Flüssigkeit von einem Behälter in einen anders geformten Behälter vier Schritte zu unterscheiden, bis das Kind Höhe und Umfang der Flüssigkeit gleichzeitig "ins Auge fassen" und in sein Urteil integrieren kann.

1) Zentrierung auf die Eigenschaft A (die Höhe des Flüssigkeitsstandes);

2) Zentrierung auf die Eigenschaft B (die Weite/Durchmesser des Behälters);

3) Einbeziehen von Höhe und Durchmesser und Schwanken zwischen beiden;

4) Anwenden mentaler Operationen wie Kompensation von Höhe und Durchmesser, gemeinsames Erfassen beider Merkmale in einem kognitiven Akt, Herstellung des Gleichgewichts, was zur Annahme einer invarianten Flüssigkeitsmenge führt (Invarianz-Urteil).

Literatur

Miller, P. (1993). Theorien der Entwicklungspsychologie. Heidelberg: Spektrum.
 
     
 
 
 
     
 
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