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Ebbinghaus

 
     
 
Hermann, 1850-1909, einflußreicher Psychologe und Mitbegründer der Experimentellen Psychologie. Nach seinen Studien der Geschichte, Philologie und Philosophie in Bonn, Halle und Berlin promovierte Ebbinghaus 1873 und habilitierte sich 1880 "über das Gedächtnis". Etwa 15 Jahre später vertrat er in einem Disput mit Wilhelm Dilthey die Experimentelle Psychologie gegenüber der Verstehenden Psychologie. Von 1893 bis 1905 wirkte Ebbinghaus in Breslau. Er war Mitbegründer der "Gesellschaft für Experimentelle Psychologie" sowie mehrerer Zeitschriften. Sein vornehmliches Interesse galt Lern- bzw. Vergessensvorgängen, die er u.a. im Selbstversuch erforschte (Ebbinghaus-Vergessenskurve, Ebbinghaus-Gesetz, Entwicklung der sog. "sinnlosen Silben" bzw. ersten quantitativen Gedächtnisstudien, die als bahnbrechend gelten. Weitere wichtige Beiträge liegen in seiner Auffassung, die Psychologie müsse sich von der Philosophie abgrenzen und aufgrund der Notwendigkeit methodisch kontrollierter Studien den Naturwissenschaften zugeordnet werden. Außerdem solle sie sich nicht länger nur mit einfachen Sinneserfahrungen und deren Beziehung zu physiologischen Strukturen beschäftigen, sondern höhere geistige Prozesse aufklären. Er sah die Unterscheidung zwischen Reiner und Angewandter Psychologie als künstlich an.


 
     
 
 
     
 
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