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Emotionstheorie behavioristische

 
     
   
die erste behavioristische Emotionstheorie stammt von John Watson (1919). Demnach sind Emotionen eine bestimmte Gruppe von primär viszeralen Reaktionsmustern. Es gibt drei angeborene emotionale Reaktionsdispositionen: Furcht, Wut, und Liebe. Die angeborenen Emotionen können durch klassische Konditionierung an zunächst neutrale Reize gekoppelt werden, wodurch erlernte emotionale Dispositionen entstehen. Auch die Entstehung weiterer Emotionen neben den drei Grundemotionen soll durch Konditionierungsprozesse erklärbar sein. Diese Theorie belegte Watson u.a. durch experimentelle Einzelfallstudien zum Erwerb und zur Beseitigung von Furchtreaktionen. Watsons Konditionierungstheorie der Furcht wurde in der Folge von Mowrer (1947) und Miller (1951) zur Zwei-Stufen-Theorie der Furcht und Vermeidung weiterentwickelt. Nach dieser Theorie wirken die von der konditionierten Furchtreaktion ausgehenden Feedbackreize als Triebreize, die den Organismus zu Vermeidungsverhalten motivieren und deren Reduktion erfolgreiches Vermeidungsverhalten verstärkt. Auf analoge Weise wurden auch einige weitere Emotionen konzeptualisiert (insbesondere Frustration).

Der Behaviorismus spielt heute in der Psychologie nur mehr eine untergeordnete Rolle; die von den Behavioristen initiierten Forschungen, insbesondere zur Konditionierung und Dekonditionierung von Emotionen, haben jedoch eine Reihe wichtiger Erkenntnisse gebracht und werden bis heute weitergeführt. Diese Forschung war auch wesentlich mitveranwortlich für die Entwicklung effektiver Therapien zur Beseitigung von Furcht und Phobien.

Literatur

Baltes, M. M., & Reisenzein, R. (1985). Emotionen aus der Sicht der behavioristischen Lerntheorien. In L. H. Eckensberger & E.-D. Lantermann (Hrsg.), Emotion und Reflexivität (S. 51-74). München: Urban & Schwarzenberg.


 
     
 
 
 
     
 
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